Ein Bandscheibenvorfall ist eine unangenehme Sache. In der Regel zieht er aber keine großen Eingriffe mehr nach sich. Die Medizin ist so weit fortgeschritten, dass viel seltener operiert werden muss als noch vor zehn Jahren. Es wird erst dann nötig, wenn Ausfälle neurologischer Art auftreten. Dazu zählen Lähmungen, Kribbeln und Taubheitsgefühle. „Schuld“ daran ist der eingeklemmte Nerv im ausgebrochenen Gallertkern der geschädigten Bandscheibe.
Treten nach dem Bandscheibenvorfall die Ausfälle häufiger auf und halten lange an, ist es mitunter notwendig zu operieren, da sich sonst die ausgefallen Funktionen des Körpers nicht wieder zurückbilden könnten. Der Arzt entfernt einen Teil des Bandscheibenmaterials. Die „Schlüssellochchirurgie“, fachmännisch das minimalinvasive Verfahren genannt, gewinnt bei den Bandscheibenoperationen eine große Bedeutung. Diese Art der Operationen ist gewebeschonend und kann ambulant erfolgen. Zudem ist die Heilungszeit im Gegensatz zu früher recht kurz.
Die Behandlung des Bandscheibenvorfalls
Wie aber nun den Bandscheibenvorfall behandeln? Er kann ohne Operation mit Wärmezufuhr, Krankengymnastik und Bewegungsbändern behandelt werden. Halten die Schmerzen auch nach mehrwöchiger Behandlung an und es muss operiert werden, ist nach der Operation sanfter Sport möglich – sofern keine dauerhafte Nervenschädigung vorliegt. Diesen sanften Sport nach Bandscheibenvorfällen bieten beispielsweise Fitnessstudios in Berlin an. Sie sind darauf spezialisiert, mit den Patienten gezielte und schonende Gymnastik zu trainieren.
Welcher Sport ist erlaubt?
Die Frage, die sich vielen Patienten mit Bandscheibenvorfall stellt ist die, ob Sport überhaupt erlaubt ist. Sie kann mit einem klaren „Ja!“ beantwortet werden. Geeignet sind aber nicht alle Sportarten. Bewegung kräftigt die Muskulatur des Rückens und verbessert die Körperhaltung. Das entlastet die Bandscheiben und schützt sie vor weiterem Verschleiß. Die Bewegung sollte schonend für die Wirbelsäule sein. Zu vermeiden sind Überdehnung oder Stauchung.
Dehn- und Stretchübungen sind optimal für die Wirbelsäule, ebenso Unterwassergymnastik. Die richtigen Übungen werden während der Krankengymnastik erlernt und privat weiter praktiziert – wie in einem Fitnessstudio. Empfehlenswert sind auch alle Ausdauersportarten, da diese die Rücken- und Bauchmuskeln gleichmäßig beanspruchen. Am besten eignen sich Rückenschwimmen, Kraulen, Wanden, Skilanglauf und Nordic Walking.
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